Portaltage

(c) Stefan Trumpf

(c) Stefan Trumpf

Immer wieder werde ich zu meiner Meinung zu den sogenannten Portaltagen gefragt. Ein Thema, das in letzter Zeit ja unglaublich gehypet wird.
In meinem Buch „Gespräche mit einem Schamanen“ findet sich dazu ein Text, den ich heute mit Dir teilen möchte.
Viel Freude und vielleicht auch erkenntnisreiche Momente damit:

 

 

Alles was wir sind,
ist Raum,
ist Macht,
ist Magie,
ist Geist…

Wir sind Teil des Raums.
Der Raum ist Teil von uns.
So ist es wahrscheinlich,
dass wir Veränderungen im Gefüge dieses Raums spüren.
Verändert sich der Raum,
verändern wir uns.

Nur unser zweifelnder, indoktrinierter Verstand kann und davon abhalten, das zu spüren.
Es ist dieser Verstand, den wir suchen zu überzeugen, dass sich gerade etwas ändert.

Wir schieben es auf die Sterne, kosmische Konstellationen, nennen es Portaltage.
Und wie so oft verknüpfen wir Erwartungen an solche Verschiebungen im Kosmos, im Universum, im Raum.

Was wir damit tun, ist vergleichbar mit einem Kind, das sich die Ohren zuhält, weil es nicht hören will, was ihm gesagt wird, aus Angst, seine eigene, eben erst geschaffene Welt könnte zusammenbrechen. Wir projizieren Hoffnungen, Erwartungen und Wünsche in diese sogenannten Portaltage.
Aber wir hören nicht zu.

Der Schamane spürt im Wind die Veränderungen, riecht sie in der Erde, fühlt sie im Wasser.
Er hat gelernt, zuzuhören, sein Wünschen und Erwarten auszuschalten, ganz im Einklang mit dem Raum.
Voller Hingabe zieht er sich aus dem Lärm des Alltags zurück, um sich und seinem Selbst die Möglichkeit zu geben, die Veränderungen ohne Wiederstände ganz in seinem Hier und Jetzt zu integrieren.
Er fragt sich nicht, was das für Veränderungen sein werden.
Mit kindlicher Neugier und ruhigem Geist wird er beobachten, was sich zeigt.

Er wird es nicht bewerten,
er wird annehmen, was ist.
Er wird die Welle reiten und gespannt sein, wohin sie ihn trägt.
Wozu versuchen, zu steuern?
Wozu versuchen, einzugreifen?

Wir alle sind Teil des Raums, der sich verändert, und so verändern wir uns mit ihm.
Somit sind wir das Portal, durch das die Energie fließt.
Es im Außen, im Weltall zu suchen macht keinen Sinn.
Alles ist eins.

Verschwenden wir keine Zeit auf Möglichkeiten, Eventualitäten, Wünsche und Erwartungen, bei denen wir unseren Geist aus dem Hier und Jetzt bewegen.
Bleiben wir in unserer Mitte und öffnen wir uns dem, was da kommt.
In Ruhe,
in Stille,
in Hingabe…

Aus: „Gespräche mit einem Schamanen“

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